Workshopwoche im Medienkulturhaus Wels

Mit einem Projekt wie Miss Handelt! können wir Zielgruppen ansprechen, die für uns sonst nicht so einfach zu erreichen wären. Das Thema Gewalt an Frauen ist ja nicht gerade sehr cool ... Es ist schwierig, unangenehm, und niemand setzt sich gerne damit auseinander. Über die Verbindung mit den Videoclips finden junge Leute, die schon sensibel für die Problematik sind, leichter einen Zugang zum Thema.
Ich persönlich schätze es auch immer sehr, wenn wir in Projekte eingebunden sind, die mit Kunst und speziell auch mit Film zu tun haben. Wir alle laufen ja Gefahr, in der Arbeit betriebsblind zu werden. Das sieht man auch beim Namen des ­Projekts: Wenn die Miss handelt, ist sie aktiv. Wenn sie misshandelt wird, ist sie darauf reduziert, ein Opfer zu sein. Dieses Wortspiel ist für mich inzwischen sehr wichtig geworden. Es ist irrsinnig bereichernd, wenn ein/e FilmemacherIn kommt und uns zeigt, wie er oder sie an die Sache herangeht. Da kann ­ ich immer unglaublich viel lernen.
(Daniela Almer)